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Samstag, 15. Mai 2021

Die meisten Höhlenlöwen fand man in Bayern


Höhlenlöwe mit Beutetier.Zeichnung: Heinrich Harder (1858-1935)
 

München / Wiesbaden – Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg  gehören zu den Bundesländern in Deutschland, in denen die meisten Reste von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter entdeckt wurden. Dagegen hat man bisher im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern keine Höhlenlöwen gefunden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin.

Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Dort fand man Reste von rund 30 Höhlenlöwen. Ebenfalls einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde“ wert ist Bottrop-Welheim, wo die ältesten Löwenspuren der Erde entdeckt wurden. Sie entstanden in der letzten Eiszeit zwischen etwa 35.000 und 42.000 Jahren.

Die frühesten und größten Löwen in Deutschland sind die Mosbacher Löwen aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren gewesen. Man hat sie nach dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden in Hessen benannt, wo man viele Reste von ihnen entdeckte. Diese Mosbacher Löwen erreichten eine Gesamtlänge von maximal 3,60 Metern, womit sie heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter übertrafen. Aus ihnen sind vor ca. 300.000 Jahren die bis zu 3,20 Meter langen Höhlenlöwen hervorgegangen.

Zeitgenossen der Eiszeitlöwen vor rund 600.000 Jahren waren löwengroße „Säbelzahntiger“, über die Ernst Probst ein weiteres Taschenbuch mit dem Titel „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“ (GRIN-Verlag) veröffentlichte. Außerdem jagten damals in Deutschland Europäische Jaguare, Leoparden und Geparden. Vor rund einer Million Jahre gab es in Deutschland sogar Pumas, die bisher allerdings nur in Thüringen nachgewiesen sind.

Der berühmte Wissenschaftsjournalist und Autor, Ernst Probst, schreibt vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.


17. Mai IDAHOBIT: BZgA-Initiative LIEBESLEBEN informiert über Gefahren von Konversionsbehandlungen

Köln, 12. Mai 2021. Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) am 17. Mai 2021 macht auf Diskriminierungen gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt aufmerksam. Zu diesem Anlass informiert LIEBESLEBEN, eine Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Förderung sexueller Gesundheit, zu den Gefahren sogenannter Konversionsbehandlungen. Diese zielen darauf ab, die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität einer Person zu ändern oder zu unterdrücken. Seit dem Jahr 2020 sind Konversionsbehandlungen für Jugendliche in Deutschland gesetzlich verboten.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA, betont: „Zum Auftrag der BZgA-Initiative LIEBESLEBEN zählt, im Kontext der sexuellen Gesundheit potenziell von Konversionsbehandlungen Gefährdete zu informieren und zu unterstützen. Zielsetzung dabei ist, Selbstbestimmungsrechte zu stärken, Akzeptanz zu fördern und dazu auch den Freundeskreis, die Familie und Personen im schulischen Umfeld zu erreichen. Deshalb stellt die Initiative LIEBESLEBEN zum Thema Konversionsbehandlungen auf www.liebesleben.de und in den sozialen Netzwerken Informationen und Hinweise auf Beratungsangebote zur Verfügung.“


Schwerwiegende Folgen von Konversionsbehandlungen

Gutachten belegen, dass Konversionsbehandlungen einen erheblichen Eingriff in die Gesundheit der Betroffenen darstellen. Sie haben schädliche Effekte auf die individuelle Psyche und können zu Ängsten, Isolation und Depressionen führen. Die von der Bundesrepublik Deutschland gegründete Bundesstiftung Magnus Hirschfeld geht für Deutschland von mindestens 1.000 Behandlungsversuchen gegen die sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung jährlich aus.


Deutschland kommt Vorreiterrolle zu beim Schutz vor Konversionsbehandlungen

Bereits die grundlegende Annahme einer Behandlungsbedürftigkeit sexueller Orientierungen oder geschlechtlicher Identitäten widerspricht internationalen Standards, etwa denen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Konversionsbehandlungen sind daher in vielen Ländern in der Diskussion und teilweise geächtet oder indirekt verboten. Ein landesweites gesetzliches Verbot, wie es in Deutschland für Jugendliche besteht, gibt es bislang weltweit nur in sehr wenigen Ländern.


Weiterführende Informationen der BZgA zum Thema sexuelle Gesundheit sowie zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt unter:


www.liebesleben.de/vielfalt
https://twitter.com/LIEBESLEBEN_DE
www.facebook.com/liebesleben.de
www.instagram.com/liebesleben_de


Über die BZgA-Initiative LIEBESLEBEN:
LIEBESLEBEN ist eine Initiative zur Förderung sexueller Gesundheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Mit LIEBESLEBEN informiert die BZgA rund um ein sexuell selbstbestimmtes Leben und bietet niedrigschwellige Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention.


Kontakt:
Pressestelle der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Maarweg 149-161
50825 Köln
pressestelle@bzga.de
https://www.bzga.de
https://twitter.com/bzga_de


HHU-Biophysik: Veröffentlichung in Angewandte Chemie. Große Sprünge dank kleiner Sensoren

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Illustration der Syntheseprodukte, welche z.B. mittels eukaryotischer Zellkultur in Proteine eingebaut werden können. Die erhaltenen Methylsensoren sorgen dort für einen starken NMR-Signalanstieg. (Bild: HHU / Dr. Manuel Etzkorn)


14.05.2021 – Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Arbeitsgruppe von Biophysiker Dr. Manuel Etzkorn von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat ein Verfahren entwickelt, um wichtige, bislang aber nicht zugängliche, Moleküle über die NMR-Spektroskopie analysieren zu können. Wie hierfür eine einfachere und effiziente Ausstattung der Moleküle mit Methylgruppen als Sensoren gelingen kann, beschreiben sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie.


Um das Leben auf molekularer Ebene zu verstehen, müssen die zentralen Bausteine wie zum Beispiel Proteine in einer möglichst natürlichen Form und Umgebung untersucht werden können. Hierzu bietet die Kernmagnetische-Resonanzspektroskopie (kurz NMR für „Nuclear Magnetic Resonance“) einzigartige Möglichkeiten.

Besonders geeignete Sensoren für diese Methode sind sogenannte Methylgruppen innerhalb der Proteine; diese bestehen aus einem Kohlenstoff- und drei Wasserstoffatomen. Um das Signal dieser Sensoren ausreichend zu verstärken, müssen große Teile des restlichen Proteins mittels aufwendiger Verfahren mit Deuteriumatomen angereichert werden. Deuterium ist ein Wasserstoffisotop, in dessen Atomkern sich neben einem Proton noch ein Neutron befindet. Eine solche Anreicherung war jedoch bislang nur mittels spezieller Herstellungsplattformen möglich.


Systeme, welche sich nicht durch diese Plattformen herstellen lassen, konnten daher bisher oft gar nicht oder nur sehr eingeschränkt mit der NMR-Spektroskopie untersucht werden. Insbesondere zählt hierzu eine ganze Reihe von therapeutisch besonders wichtigen Systemen, wie Antikörper oder die Klasse der sogenannten „G-Protein gekoppelten Rezeptoren“, auf welche ein sehr großer Teil moderner Medikamente einwirkt.  


Ein Forschungsteam der HHU um Dr. Manuel Etzkorn vom Institut für Physikalische Biologie und vom Biomolekularen NMR-Zentrum (welches gemeinsam von der HHU und dem Forschungszentrum Jülich betrieben wird) hat zusammen mit Kollegen der Universität Sofia, der Harvard Medical School und dem Dana Faber Cancer Institut in Boston nun eine neue Methode entwickelt, mit der die benötigten Eigenschaften der Sensoren in allen gängigen Herstellungsplattformen eingebaut werden können. Das Syntheseverfahren ist erheblich einfacher und über 20-fach kostengünstiger als bisherige Ansätze, um Methylgruppen-Sensoren einzubauen, und es gelingt auch in bislang unzugänglichen Systemen.


Die international renommierte Fachzeitschrift Angewandte Chemie hat die in der aktuellen Ausgabe vorgestellte Forschungsarbeit zur Titelgeschichte gemacht. Dies unterstreicht deren besondere Bedeutung für die Verbesserung biophysikalischer Grundlagenforschung sowie die daraus resultierende Entwicklung neuartiger Medikamente.


Dr. Etzkorn betont: „Die neue Methode wird es uns und anderen ermöglichen die Bausteine des Lebens in bislang ungeahnter Detailtiefe und in möglichst natürlichen Zuständen zu untersuchen.“

Originalpublikation

A. Dubey, N. Stoyanov, T. Viennet, S. Chhabra, S. Elter. J. Borggräfe, A. Viegas, R. Nowak, N. Burdzhiev, O. Petrov, E. Fischer, M. Etzkorn, V. Gelev, H. Arthanari, Local deuteration enables NMR observation of methyl groups in proteins from eukaryotic and cell-free expression systems, Angew. Chem. Int. Ed. (2021)

DOI: 10.1002/anie.202016070


 


Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de

 

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt. Die HHU begreift sich als Bürgeruniversität, die ihr Wissen kontinuierlich mit der Gesellschaft im Großraum Düsseldorf teilt. Ihre Verankerung in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ist ebenso profilgebend wie ihre Ausrichtung als interdisziplinär agierende deutsche Volluniversität.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 37.000 Studierende. Im Fokus der Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften, ergänzt unter anderem durch Schwerpunkte wie Wettbewerbsforschung, Internet und Demokratie, Algebra und Geometrie sowie Sprache – Wissen – Kognition. 2018 wurde der seit 2012 bestehende HHU-Exzellenzcluster CEPLAS, der die künftige Welternährung durch Nutzpflanzen erforscht, im Rahmen der „Exzellenzstrategie“ von Bund und Ländern bestätigt.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.


Sonntag, 9. Mai 2021

"Hot Paper" in Angewandte Chemie

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Es gelingt, einen supramolekularen Käfig zu konstruieren und mit Wirkstoffen zu beladen. In wässriger Lösung öffnen Ultraschallwellen den Käfig und geben den Wirkstoff frei. (Grafik: HHU / Robin Küng)

Im Käfig zum Wirkort

05.05.2021 – Wie transportiert man einen hochwirksamen Wirkstoff genau an den Ort, wo er im Körper wirken soll? Chemiker der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) stellen zusammen mit Aachener Kollegen in der Zeitschrift Angewandte Chemie einen Lösungsansatz mit einem Molekülkäfig vor, der sich bei Ultraschallbestrahlung öffnet.


In der supramolekularen Chemie werden Moleküle zu größeren, übergeordneten Strukturen zusammengesetzt. Bei geeigneter Wahl der Teilkomponenten setzen sich solche Systeme selbst aus ihren einzelnen Bausteinen zusammen, man spricht dann von Selbstassemblierung.

Bestimmte supramolekulare Verbindungen eignen sich gut als sogenannte Wirt-Gast-Systeme. In solchen Fällen umgibt eine Wirtsstruktur ein Gastmolekül, kann es von der Umgebung abschirmen, schützen und transportieren. Dies ist ein Spezialgebiet von Dr. Bernd M. Schmidt und seiner Arbeitsgruppe am Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie der HHU.


Die Düsseldorfer Chemiker suchten zusammen mit Kollegen vom DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien nach einem System, das Wirkstoffmoleküle später vielleicht sogar durch den menschlichen Körper transportieren und vor allem die Fracht an einer gewünschten Stelle freigeben kann.


Die Lösungen können diskrete „Pd6(TPT)4-Käfige“ sein: Oktaeder-förmige Strukturen aus vier dreieckigen Paneelen, an deren sechs Ecken jeweils ein großes organisches Molekül sitzt, genauer gesagt ein Palladiumatom, über welches eine lange Polymerkette gebunden ist. Diese Palladiumatome bilden sogenannte koordinative Metallbindungen zu den Paneelen aus, deren Ecken sie anstoßen.


Gibt man die einzelnen Bausteine in richtigem Verhältnis in eine wässrige Lösung, so entstehen die Käfige von selbst. Und fügt man anschließend kleinere, hydrophobe Moleküle hinzu, so wandern diese in genau bekannter Zahl in die Käfige hinein. Die Forscher haben dies mit den Wirkstoffmolekülen Ibuprofen und Progesteron gezeigt.

„Der besondere Clou bei unserem System sind die eingebauten Sollbruchstellen“, so Dr. Schmidt, Letztautor der Studie. „Die Palladiumatome verbinden alle Bausteine vergleichsweise schwach. Wenn man es schafft, diese aus dem Verbund zu zerren, bricht das ganze Oktaeder auseinander.“


Gezerrt wird in diesem Fall in Aachen mit leistungsstarken Ultraschallquellen, wie Mediziner sie beispielsweise zur Zertrümmerung von Nierensteinen benutzen. Der Ultraschall erzeugt im Wasser Kavitationsblasen, die zerplatzen und dadurch sehr große mechanische Scherkräfte auf die langen Ketten ausüben. Die Kräfte sind so stark, dass tatsächlich die Palladiumatome aus den Ecken reißen und somit den Oktaederkäfig zerlegen. Die kleinen Wirkstoffmoleküle werden dabei zwar herumgewirbelt, aber nicht beschädigt


Dr. Robert Göstl vom DWI: „Durch lokale Ultraschallbestrahlung des zu behandelnden Gewebes könnte man später erreichen, dass der im Käfig transportierte Wirkstoff genau dort freigesetzt wird, wo er zur Therapie benötigt wird.“ Dabei dienen die in der Studie eingesetzten Wirkstoffmoleküle nur als Test, grundsätzlich können sehr viele verschiedene, hydrophobe Molekül in den Käfig gepackt werden. Und es ist – im Gegensatz zu anderen beschriebenen Wirt-Gast-Systemen – nicht notwendig, die Wirkstoffmoleküle chemisch anzupassen, damit sie in den Käfig gelangen. „Für die Tumorbehandlung wäre zum Beispiel eine Beladung mit Zytostatika denkbar. Indem sie direkt bei einem soliden Tumor freigesetzt werden, könnte vielleicht eine Chemotherapie mit deutlich weniger Wirkstoff und damit mit geringeren Nebenwirkungen durchgeführt werden“, wünscht sich Schmidt.


Dazu trägt noch bei, dass aufgrund der definierten Beladungsmenge auch genau bemessen werden kann, wie viel Wirkstoff am Einsatzort freigesetzt wird. „Die verabreichte Dosis könnte sogar präzise berechnet werden.“


Bei der Studie handelt es sich um ein „Proof of Concept“: Die Machbarkeit des Ansatzes wurde gezeigt. Dies überzeugte auch die Gutachter und Verleger der Zeitschrift „Angewandte Chemie“, die die Veröffentlichung als besonders bedeutsam ansahen, es als „Hot Paper“ einstuften und zur Titelgeschichte der nächsten Zeitschriftenausgabe machen.


„In nächsten Schritten wollen wir überprüfen, wie reale Zellen auf unsere Käfige reagieren. Vor einem möglichen medizinischen Einsatz muss sichergestellt werden, dass sie nicht toxisch sind.“


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Studienleiter Dr. Bernd Schmidt (links) mit seinen Mitarbeitern Robin Küng (Mitte) und Tobias Pausch (rechts). (Foto: HHU / Tom Kunde)



 



Originalpublikation

Robin Küng, Tobias Pausch, Dustin Rasch, Robert Göstl und Bernd M. Schmidt, Mechanochemical Release of Non-Covalently Bound Guests from a Polymer-Decorated Supramolecular Cage, Angew. Chem. Int. Ed. (2021)

DOI: 10.1002/anie.202102383


 

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Grafische Darstellung des Oktaeder-förmigen Käfigs, der durch Palladiumatome an den Ecken, die wiederum an lange organische Polymerketten verknüpft sind, zusammengehalten wird. Der Käfig birgt Wirkstoffmoleküle (orange Kugel). Im mittleren und linken Bild bewirken Ultraschallwellen Scherkräfte auf die Polymerketten, wodurch schließlich der Käfig zerbricht und das Wirkstoffmolekül entlässt. (Grafik: HHU / Robin Küng)

 



Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Presse und Kommunikation
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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt. Die HHU begreift sich als Bürgeruniversität, die ihr Wissen kontinuierlich mit der Gesellschaft im Großraum Düsseldorf teilt. Ihre Verankerung in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ist ebenso profilgebend wie ihre Ausrichtung als interdisziplinär agierende deutsche Volluniversität.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 37.000 Studierende. Im Fokus der Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften, ergänzt unter anderem durch Schwerpunkte wie Wettbewerbsforschung, Internet und Demokratie, Algebra und Geometrie sowie Sprache – Wissen – Kognition. 2018 wurde der seit 2012 bestehende HHU-Exzellenzcluster CEPLAS, der die künftige Welternährung durch Nutzpflanzen erforscht, im Rahmen der „Exzellenzstrategie“ von Bund und Ländern bestätigt.

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OECD-Studie: Regionaler Ausblick 2021

+++ Infoservice zu OECD-Neuerscheinungen +++

+++ OECD Berlin Centre – Freitag, 7. Mai 2021 +++
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OECD Regional Outlook 2021: Addressing COVID-19 and Moving to Net Zero Greenhouse Gas Emissions

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Zwei große Herausforderungen verstärken aktuell territoriale Ungleichheiten: In der COVID-19-Pandemie hat sich gezeigt, dass Menschen, die in beengten Wohnverhältnissen leben und in Berufen arbeiten, die kein Homeoffice erlauben, stärker von der Pandemie betroffen sind als ihre wohlhabenderen Nachbarn mit mehr Platz und Möglichkeit zur Telearbeit. Gleichermaßen sind die Auswirkungen des Klimawandels global und territorial unterschiedlich, wenn auch in einem größeren Maßstab und mit einem längeren Zeithorizont.

„OECD Regional Outlook 2021: Addressing COVID-19 and Moving to Net Zero Greenhouse Gas Emissions“ zeigt, dass angesichts dieser beiden Herausforderungen ein ortsbezogener Ansatz für die Resilienz entscheidend ist. Der Bericht untersucht die unterschiedlichen territorialen Effekte des Übergangs zu Netto-Null-Treibhausgasemissionen bis 2050 und liefert neue Analysen regionaler Daten. Er hebt zudem die Möglichkeit hervor, Lehren aus COVID-19 für eine ortsbezogene Antwort auf klimatische Herausforderungen zu ziehen.
 
Direktzugang zur Online-Ausgabe:
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Mehr zur Arbeit der OECD zu Regional, rural and urban development: www.oecd.org/regional
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OECD Berlin Centre ∙ Schumannstr. 10 ∙ 10117 Berlin
www.oecd.org/berlin ∙ berlin.centre@oecd.org ∙ Tel: +49 30 2888353

Freitag, 30. April 2021

ΑΓΑΠΗΤΟΙ ΦΙΛΟΙ ΤΟΥ ΕΓΘ - LIEBE FREUNDE DES DGT!!!

Διαδικτυακή παρουσίαση από το κανάλι της Εθνικής Λυρικής Σκηνής GNO TV 

Η επιτυχημένη μας παράσταση EUROPA επιστρέφει στην GNO TV για δύο επιπλέον προβολές στις 7 και 8 Μαΐου 2021, στις 21.00, στο https://tv.nationalopera.gr/mousiko-theatro/europa/
(Την παράσταση μπορείτε να παρακολουθήσετε με την εγγραφή σας στο GNO TV)

EUROPA
Βασισμένο στην ομώνυμη ταινία του Λαρς φον Τρίερ
Σύλληψη, σκηνοθεσία: Κώστας Παπακωστόπουλος

Streaming der National Opera von Athen über ihren Kanal GNO TV

nach dem großen Erfolg unserer letzten Streaming-Reihe von EUROPA in Griechenland, streamt die National Opera von Athen unsere Jubiläumsinszenierung am 07. und 08. Mai 2021 um 21.00 Uhr erneut unter https://tv.nationalopera.gr/en/mousiko-theatro/europa/
(bitte registrieren Sie sich bei GNO TV, um den kostenlosen Stream zu schauen; Zugang nur mit einer griechischen IP-Adresse möglich)

EUROPA
von Lars von Trier 
Konzept und Regie: 
Kostas Papakostopoulos


Συμπαραγωγή:  Ελληνογερμανικό Θέατρο – Κώστας Παπακωστόπουλος με την Εναλλακτική Σκηνή της Εθνικής Λυρικής Σκηνής, Κέντρο Πολιτισμού Ίδρυμα Σταύρος Νιάρχος

7, 8 Μαίου 2020, ώρα έναρξης: 21.00 (ώρα Ελλάδας)

Δωρεάν προβολή στο https://tv.nationalopera.gr/mousiko-theatro/europa/

Σύλληψη, σκηνοθεσία: Κώστας Παπακωστόπουλος, Σκηνικά, κοστούμια: Τσέτσο Ντινέκοφ, Βίντεο: Τζων Σάιντλερ

Ερμηνεύουν: Τόμας Φράνκε, Φλόριαν Γκήρλιχς, Νίκος Γουδανάκης, Στέφαν Κλάινερτ, Λίζα Ζοφί Κους, Αντώνης Μιχαλόπουλος, Βασίλης Ναλμπάντης, Μπόντο Πρίμους



Herzlichst Ihr
Kostas Papakostopoulos
(Theaterleiter)

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Deutsch Griechisches Theater
Zülpicher Str. 218
50937 Köln
Tel.: +49-221-421283
www.dgt-koeln.de












Nach Druck von Transparency: Tschechischer Ministerpräsident Andrej Babiš als wirtschaftlich Berechtigter im deutschen Transparenzregister nachgetragen

Berlin, 29.04.2021 – Transparency International, Transparency Deutschland unTransparency Tschechien begrüßen, dass nach dem Hinweis von Transparency Deutschland der tschechische Premierminister Andrej Babiš inzwischen als Begünstigter und Aktionär der deutschen Tochtergesellschaft von Agrofert im deutschen Transparenzregister aufgeführt wird.

 

Das Transparenzregister ist das entscheidende Instrument zur Aufdeckung von Geldwäsche und Wirtschaftsstraftaten. Der Fall veranschaulicht die Notwendigkeit, dass die Behörden die ihnen von den Unternehmen übermittelten Informationen zum wirtschaftlichen Eigentum überprüfen müssen und welch wichtige Rolle die Zivilgesellschaft bisher bei der Überprüfung der Daten spielt.

 

Hinweis von Transparency Deutschland auf fehlende Angabe

 

Im November 2020 machte Transparency Deutschland die Behörden darauf aufmerksam, dass die deutsche Tochtergesellschaft von Agrofert, die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, Andrej Babiš nicht als Begünstigten aufgeführt hatte, obwohl dies in den Transparenzregistern der Slowakei und Großbritanniens bereits korrekt aufgeführt war. Transparency International griff diesen Monat auf das Register zu und bestätigte, dass die Aufzeichnungen seither aktualisiert wurden.

 

Stephan Klaus Ohme, Finanzexperte bei Transparency Deutschland, bekräftigt: „Trotz aller Aufmerksamkeit, die Agrofert auf sich zieht, konnte der tschechische Ministerpräsident bisher seine persönlichen und wirtschaftlichen Verbindungen zur deutschen Tochtergesellschaft des Unternehmens verbergen. Das ist enttäuschend und führt die Lücken im deutschen Transparenzregister exemplarisch vor Augen. Zudem scheint erst die klare Ansage der Europäischen Kommission, dass Babiš illegal Subventionen erhielt, hier ein Einlenken erzeugt zu haben."

 

Maíra Martini, Forschungs- und Politikexpertin von Transparency International, sagt: „Es ist keine Überraschung, dass die Register in der EU lückenhaft sind. In den meisten EU-Ländern überprüfen die zuständigen Behörden nicht die Informationen, die ihnen von Unternehmen vorgelegt werden. Die Europäische Kommission hat in den kommenden Monaten eine ideale Gelegenheit, dies im Rahmen des einheitlichen EU-Regelwerks zur Bekämpfung der Geldwäsche zu beheben."

 

Hintergrund: Interessenkonflikt von Premier Babiš bei EU-Agrarsubventionen

 

Agrofert ist ein tschechisches Konglomerat, das in den letzten Jahren große öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Im Jahr 2018 spürte Transparency International Tschechien Babiš‘ Eigentümerschaft durch das Register der wirtschaftlichen Eigentümer von Partnern des öffentlichen Sektors in der benachbarten Slowakei auf. Sie fanden heraus, dass Premierminister Andrej Babiš der alleinige Nutznießer der beiden Treuhandfonds war, die die Anteile von Agrofert besaßen. Nach ihrer Beschwerde bestätigte die Europäische Kommission im Jahr 2020 den Interessenkonflikt des Premierministers in Bezug auf EU-Agrarsubventionen, die das Unternehmen erhielt. Babiš hat ein Fehlverhalten bestritten.

 

„Die Agrofert-Saga zeigt, wie mächtig die öffentlichen Register für wirtschaftliches Eigentum sind. Sie spricht auch für die Verbesserung und Förderung des öffentlichen Zugangs zu Daten über wirtschaftliches Eigentum in der gesamten EU. Die Korrektur des deutschen Transparenzregisters stärkt unsere Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung und ermutigt die Zivilgesellschaft überall in der EU, die verfügbaren Daten zu prüfen“, sagte Milan Eibl, Leitender Analyst von Transparency Tschechien.

 

Zu Transparency Deutschland

 

Transparency International Deutschland e.V. arbeitet deutschlandweit an einer effektiven und nachhaltigen Bekämpfung und Eindämmung der Korruption.

 

Kontakt

 

Stephan Ohme, Leiter der Arbeitsgruppe Finanzwesen
Sebastian Fiedler, Vorstandsmitglied
Adrian Nennich, Pressesprecher

030 - 54 98 98 15
presse@transparency.de

 

 

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Digitaler Bachelor-Infotag für Studieninteressierte

 

Webinare, Chats & virtulle Führungen: Uni Hohenheim präsentiert am digitalen Bachelor-Infotag am 7. Mai ihr komplettes Studienangebot | Bildquelle: Universität Hohenheim/ FlamingoImages


 

Bachelor-Infotag 2021 DIGITAL:
Uni Hohenheim bietet Infos für Schülerinnen und Schüler 

 
7. Mai 2021 live im Web: virtuelle Campusführungen & Infos zu Bachelor-Studiengängen und Campusleben / Studierende, Lehrende & Studienberatung beantworten alle Fragen
 

Studieren auf dem schönsten Campus des Landes: Auf ihrem virtuellen Bachelor-Infotag am 7. Mai präsentiert die Universität Hohenheim in Stuttgart ihr komplettes Studienangebot. Eine Campus-Tour live auf Instagram mit Studierenden liefert erste Eindrücke, Lehrende informieren über Voraussetzungen, Studieninhalte oder Berufsaussichten der einzelnen Studiengänge, und die Zentrale Studienberatung beantwortet Fragen von der Bewerbung bis zur Finanzierung. Ganz neu dabei: die zwei neuen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studiengänge Sustainability & Change und Digital Business Management. Ein spannendes Programm für Schülerinnen und Schüler, Eltern und andere Uniinteressierte. Und für alle, die am Tag danach noch Fragen haben, bietet die Universität Hohenheim weiterhin ihre WhatsApp-Studienberatung unter +49 152 38798228. Die Teilnahme am virtuellen Bachelor-Infotag ist ohne Anmeldung möglich. Ein weiterer Bachelor-Infotag findet am 3. Juli 2021 statt. Alle Infos zu den Veranstaltungen und Links unter: 
https://www.uni-hohenheim.de/bachelor-infotag
 

Live nach Hause geliefert: Die Universität Hohenheim stellt auf ihrem Bachelor-Infotag DIGITAL ihr einzigartiges Fächerprofil vor. Ab 11 Uhr startet das Programm mit einer Campus-Tour live auf Instagram mit Studierenden. Studieninteressierte können hier schon vorab alle wichtigen Anhaltspunkten wie Mensa, Hörsäle und Institute kennenlernen.
 
Alle Fragen rund um Bewerbung, Einschreibung, Finanzierung und künftigen Auslandsaufenthalten können Interessierte ab 12 Uhr direkt an die richtigen Ansprechpersonen von der Zentralen Studienberatung richten.
 
 
Gesellschaftlich relevante & hochaktuelle Studiengänge
 
Eine umfassende Orientierung hilft zukünftigen Studierenden dabei, sich für das passende Studium zu entscheiden und ist relevant für den späteren Studienerfolg. Auch hier bietet die Universität Hohenheim zukunftsorientierte Studiengänge mit Schwerpunkten in den Bereichen Nachhaltigkeit, Ernährungssicherung und Digitalisierung.
 
Die Fakultäten Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften und Agrarwissenschaften informieren Studieninteressierte über Studieninhalte und -aufbau bis hin zu potenziellen Berufsfeldern der einzelnen Studiengänge.
 
Neben den Bachelor-Studiengängen Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftspädagogik, Kommunikationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik präsentiert die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften außerdem ihre beiden neuen zukunftsorientierten Studiengänge: Digital Business Management und Sustainability & Change.
 
Die Fakultät Naturwissenschaften beantwortet Fragen zu den Studiengängen Lebensmittelchemie, Biologie, Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie, Ernährungswissenschaft & Ernährungsmanagement und Diätetik. Die Fakultät Agrarwissenschaften stellt sich mit den Studiengängen Agrarwissenschaften, Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie und Agrarbiologie vor.
 
 On top: Wer aus erster Hand erfahren will, wie es ist, am schönsten Campus des Landes zu studieren, sollte ab 20 Uhr auf einen virtuellen Drink mit den Fachschaften „vorbeikommen“.
 
 
Das gesamte Programm im Überblick:
 
11:00 Uhr Campus-Tour LIVE! über Instagram

12:00 Uhr – 16:00 Uhr Studieren an der Universität Hohenheim:

  • 12:00 Uhr und 14:00 Uhr Zoom Webinar Zentrale Studienberatung: Infos zum Studium und Bewerbung
  • 13:00 Uhr und 15:00 Uhr Zoom Webinar Akademisches Auslandsamt: Auslandsaufenthalte während des Studiums
  • 13:30 Uhr und 15:30 Uhr Zoom Webinar CareerCenter Hohenheim: Bachelor, und dann? Berufsorientierung und Berufseinstieg

 

13:00 – 18:00 Uhr Zoom Webinar: Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

  • 13:00 Uhr: Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftspädagogik
  • 14:00 Uhr: Digital Business Management NEU!
  • 15:00 Uhr: Sustainability & Change NEU!
  • 16:00 Uhr: Kommunikationswissenschaft 
  • 17:00 Uhr: Wirtschaftsinformatik

 

13:00 – 17:00 Uhr Zoom Webinar: Fakultät Naturwissenschaften

  • 13:00 Uhr: Lebensmittelchemie
  • 14:00 Uhr: Biologie und Biologie Lehramt an Gymnasien
  • 15:00 Uhr: Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie
  • 16:00 Uhr: Ernährungswissenschaft & Ernährungsmanagement und Diätetik

 

13:00 – 14:00 Uhr Zoom Webinar: Agrarwissenschaften

  • Agrarbiologie
  • Agrarwissenschaften
  • Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie

 

Weitere Informationen unter: https://www.uni-hohenheim.de/bachelor-infotag

Video „Sustainability & Change“
Video “Digital Business Management“

 


Text: Jung

Universität Hohenheim
Pressestelle
70593 Stuttgart
Tel.: 0711 459-22003
Fax: 0711 459-23289



Kleine Träger – großer Markt. Isar Aerospace Technologies GmbH gewinnt den Mikrolauncher-Wettbewerb der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR

DLR (CC-BY 3.0)


Viele Satelliten werden immer kleiner und leichter. In der Regel werden sie als "Handgepäck" zusammen mit anderen, größeren Satelliten gestartet, deren Betreiber die Rahmenbedingungen festlegen. Um gerade kleine Satelliten als Hauptnutzlast auf ihre Umlaufbahnen zu bringen, hat sich mittlerweile eine eigene Raketenklasse etabliert - die sogenannten Mikrolauncher. In den USA und in China boomt dieser Kleinträgermarkt.

Damit auch deutsche Start-ups von dieser globalen "New Space"-Entwicklung profitieren, hat die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR am 15. Mai 2020 den Mikrolauncher-Wettbewerb gestartet. Deren erster Sieger wurde nun - in der Hauptrunde des Wettbewerbs - von einer Experten-Jury ausgewählt und am 30. April 2021 zum Sieger gekürt: "Ich gratuliere Isar Aerospace Technologies GmbH im Namen der Bundesregierung zum Gewinn des New-Space-Launcher-Wettbewerbs. Heute beginnt der Aufbruch in eine neue Ära der Raumfahrt Europas! Wir freuen uns darauf, beim Erstflug ihrer Spectrum-Rakete dabei zu sein. Die Newspace-Launcher-Strategie der ESA ist ein klares role model für den Umbau der europäischen Raumfahrt", erklärt Thomas Jarzombek MdB, Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Schirmherr und Juryvorsitzender des Mikrolauncher-Wettbewerbs.

Deutsche Raumfahrt-Gründerszene global konkurrenzfähig

"Mit Spectrum hat das junge Unternehmen nicht nur einen vielversprechenden Kleinträger im Programm. Isar Aerospace Technologies GmbH hat uns auch ein überzeugendes Konzept für ein tragfähiges Geschäftsmodell vorgelegt, dass sich nach Einschätzung der Jury auf lange Sicht am Mikrolauncher-Markt durchsetzen kann. Damit hat die deutsche Gründerszene gezeigt, dass sie im internationalen Marktsegment der kleinen Träger konkurrenzfähig ist", betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Mit dem Mikrolauncher-Wettbewerb werden drei deutsche Start-ups in einer Gesamthöhe von 25 Millionen Euro aus dem deutschen Beitrag im ESA-Launcher-Programm unterstützt, so genannte kleine Trägerraketen zu entwickeln und kommerziell zu betreiben. Die Wettbewerbskriterien umfassen dabei nicht nur die technische Konzeption eines Trägerservices, sondern auch betriebswirtschaftliche und finanzielle Aspekte - es geht um die Entwicklung und Umsetzung funktionierender Geschäftsmodelle.

Die Teams der HyImpulse Technologies GmbH aus Neuenstadt am Kocher, von Isar Aerospace Technologies aus München und der Rocket Factory Augsburg hatten sich im Juli 2020 für die Hauptrunde qualifiziert. Am 3. November 2020 hatte die ESA die ersten drei Verträge über jeweils 500.000 Euro an die drei KMU aus Deutschland vergeben. Die Förderung durch die ESA erfolgt mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Deutschland auf der vergangenen ESA-Ministerratskonferenz "Space19+" im November 2019 in Sevilla gezeichnet hat. HyImpulse, Isar Aerospace und Rocket Factory Augsburg haben sich alle 2018 gegründet. "In der aktuellen Runde des Mikrolauncher-Wettbewerbs hat sich zwar Isar Aerospace Technologies GmbH durchgesetzt, aber auch HyImpulse Technologies GmbH und Rocket Factory Augsburg AG haben signifikante Fortschritte erzielt. In diesem engen Rennen erhalten beide Firmen mit ihren erfolgversprechenden Konzepten im April 2022 eine zweite Chance, ihrerseits eine Förderung in Höhe von elf Millionen Euro zu erhalten", betont DLR-Vorstand Walther Pelzer.
Paradigmenwechsel

Die Raumfahrt wandelt sich aktuell sehr: Bis vor etwa zehn Jahren wurden Satelliten vor allem groß und schwer gebaut, damit sie möglichst viele unterschiedliche Nutzlasten tragen konnten. Die Aufträge dafür kamen meist von staatlichen Auftraggebern. Heute starten immer mehr private Raumfahrtfirmen Satelliten. Für sie stehen stärker die aus den Satellitendaten erzeugten Anwendungen und Dienstleistungen im Vordergrund - und die Kosten. "Um uns an die Spitze des Wandels in der Raumfahrt zu setzen haben wir heute einen entscheidenden Schritt getan. Dabei gibt es heute tatsächlich drei Gewinner. Denn alle drei Unternehmen haben gezeigt, dass sie ohne den Steuerzahler ins Risiko zu setzen, spannende Raumfahrttechnologie entwickelt haben und mit hoch konkurrenzfähigen Launchern in den Markt gehen werden. Im nächsten Jahr wird es einen weiteren Auftrag im Rahmen unseres Wettbewerbs geben. Es kommt jetzt darauf an, dass wir die Beschaffung von Raketenstarts in Europa - bei der ESA, der EU und den Mitgliedsstaaten - offen ausgestalten, so dass diese drei Anbieter fair mit den Etablierten um Aufträge konkurrieren können und sich hier ein echter Markt entwickelt", sagt Raumfahrtkoordinator Thomas Jarzombek.


Kontakt:

Martin Fleischmann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Raumfahrtagentur, Strategie und Kommunikation
Telefon: +49 228 447-385
Martin.Fleischmann@DLR.de

Holger Burkhardt
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Raumfahrtagentur, Trägersysteme
Telefon: +49 228 447-209
Holger.Burkhardt@DLR.de

Mittwoch, 14. April 2021

DLR-Messkampagne auf Nonstop-Flug zu den Falklandinseln: Südatlantische Anomalie sorgt nicht für zusätzliche Strahlung auf Reiseflughöhe

Rückkehr von den Falklandinseln

Credit: © Lufthansa

Sind Crew und Passagiere einer erhöhten Strahlung ausgesetzt, wenn sie im Flugzeug den geografischen Bereich der Südatlantischen Anomalie (SAA) durchqueren? Eine Wissenschaftlerin und zwei Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben auf einem Nonstop-Flug zwischen Hamburg und den Falklandinseln die genauen Strahlungswerte ermittelt. Die ersten Ergebnisse liegen vor: Auf einer Reiseflughöhe von 43.000 Fuß (das entspricht mehr als 13 Kilometern) wirkt die Erdatmosphäre immer noch wie ein Schutzschild gegen die kosmische Strahlung im geografischen SAA-Bereich.

Die Südatlantische Anomalie befindet sich vor der Küste Brasiliens. Sie entsteht durch die Verschiebung des Erdmagnetfelds: Die Achse des Magnetfelds verläuft nicht genau durch den Erdmittelpunkt, sondern ist leicht geneigt. Deswegen reicht der Strahlungsgürtel vor der Küste Südamerikas näher an die Erde heran. Das führt an dieser Stelle zu erhöhten Strahlenbelastungen im erdnahen Orbit, zum Beispiel auf der internationalen Raumstation ISS. Grundsätzlich ist das Leben auf der Erde sowohl durch ihr Magnetfeld als auch durch ihre Atmosphäre vor kosmischer Strahlung geschützt. Die Schutzwirkung nimmt mit zunehmender Höhe ab.

Flug durch den gesamten geografischen Bereich der Südatlantischen Anomalie

„Für Linienflüge, die im geografischen Bereich der Südatlantischen Anomalie unterwegs sind, konnte keine zusätzliche Strahlenexposition nachgewiesen werden. Das haben erste Analysen bereits bestätigt“, sagt Dr. Matthias Meier vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln. „Auf Reiseflughöhen bis 13 Kilometern hat die SAA bei stabilen Weltraumwetterbedingungen keine Relevanz für die Strahlenexposition.“ Das DLR-Team konnte an Bord eines Lufthansa Airbus A350-900 eigene Modellrechnungen überprüfen und Erkenntnisse von früheren Messflügen erweitern. Das Passagierflugzeug hat den gesamten geografischen Bereich der Südatlantischen Anomalie konstant in 13 Kilometern Höhe durchquert. Die Messinstrumente hatten ihren eigenen Platz in Reihe 15 des Flugzeugs: Sie sollten nah am Schwerpunkt des Airbus gelagert sein, damit sie von möglichen Turbulenzen nicht wesentlich beeinflusst werden.

Sonnenwinde beeinflussen die Strahlenexposition

Die Ergebnisse der Messungen sind besonders aussagekräftig, weil derzeit der Einfluss der Sonne auf das Weltraumwetter gering ist: Es gibt aktuell wenig Sonnenaktivität und deswegen beispielsweise kaum Sonnenflecken. „Sonnenaktivität ist der Motor für den Sonnenwind, der einen wesentlichen Einfluss darauf hat, wie viele energiereiche Teilchen aus der Galaxis bis zur Erde vordringen können“, erklärt Dr. Matthias Meier, Leiter der Arbeitsgruppe Strahlenschutz in der Luftfahrt. Das bedeutet einerseits, dass die galaktische kosmische Strahlung gerade vergleichsweise intensiv ist. Andererseits bedeutet es, dass die Weltraumwetterbedingungen sehr stabil sind, weil das Erdmagnetfeld sowie die Strahlungsgürtel durch die Sonne nicht wesentlich beeinflusst werden.

Seit Dezember 2018 erfasst der RAMIS-Detektor des Eu:CROPIS-Satelliten entsprechende Daten aus dem Weltraum. Hierbei konnte unter anderem der Anstieg der galaktisch kosmischen Strahlung bei einer verminderten solaren Aktivität deutlich gemessen werden. Der Satellit deckt durch seine Umlaufbahn nahezu die gesamte Erdoberfläche ab. Dies ermöglicht es, die Veränderung der galaktisch kosmischen Strahlung in Abhängigkeit des Orbits und der Abschirmung des Erdmagnetfeldes zu bestimmen.

Lufthansa Airbus im Auftrag der Wissenschaft unterwegs

Neben dem DLR-Team waren auf dem Lufthansa Flug am Dienstag, 30. März 2021, von Hamburg nach Mount Pleasant 40 Besatzungsmitglieder des Forschungsschiffes Polarstern dabei. Der Austausch der Crew und die Rückkehr eines Teams von der Neumayer-Station III in der Antarktis waren der Grund für den Flug. Am Samstag, 3. April 2021, ist der Airbus von den Falkland-Inseln wieder sicher in München gelandet. Der erste Nonstop-Flug der Lufthansa über diese Distanz mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), startete Ende Januar. Das AWI betreibt die Polarstern und die Neumayer-Station. Vor dem Flug befand sich das Forschungsteam ebenso wie die Lufthansa Crew zwei Wochen in Quarantäne.

Über Instagram (@germanaerospacecenter, „Atlantic Kiss“) und Twitter (@DLR_de) berichtete DLR-Wissenschaftlerin Mona Plettenberg von ihren Erlebnissen vor und während des Fluges.

Kurzinterview mit Dr. Matthias Meier, Leiter der Arbeitsgruppe Strahlenschutz in der Luftfahrt, nach der Rückkehr von den Falklandinseln.

Wie war die Situation an Bord?

Wir hatten Instrumente für die Erfassung verschiedener Komponenten des Strahlungsfeldes dabei, darunter eine 40 Kilogramm schwere Neutronensonde in einem speziell gepolsterten Koffer. Die Messkoffer mit den großen Instrumenten haben wir auf den Sitzen fixiert, damit die Messungen nicht durch Vibrationen bei Turbulenzen verfälscht werden können. Wir hatten dann einen relativ ruhigen Flug, der uns hervorragende Messergebnisse gebracht hat. Dabei haben wir die Strahlenexposition nicht nur im geografischen Bereich der Südatlantischen Anomalie erfasst, sondern weit darüber hinaus zwischen 50 Grad nördlicher Breite und 50 Grad südlicher Breite. Das entspricht ungefähr den Breitengraden von Köln und den Falklandinseln.

Wie lange haben die Vorbereitungen gedauert?

Eigentlich waren unsere Messungen für Juni 2020 geplant. Wir hätten dazu einen Linienflug von Frankfurt nach Buenos Aires genutzt. Wegen der Corona-Pandemie war das aber nicht mehr möglich. Dann haben wir recht kurzfristig die Möglichkeit erhalten, in dem Lufthansa Airbus mitzufliegen, der im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts eingesetzt wurde. Das war für uns eine einzigartige Gelegenheit, weil wir schon kurz hinter dem Äquator eine Reiseflughöhe von 43.000 Fuß erreicht haben.

Was bedeuten die Messergebnisse?

Bisher hatten wir für die Flughöhe von 13 Kilometern Modellrechnungen, aber keine eigenen Messwerte. Die Prognosen aus unserem Höhenstrahlungsmodell PANDOCA haben sich auch für diese Flugfläche glänzend bestätigt. Außerdem konnten wir umfangreiche Daten zum Strahlungsfeld auf Reiseflughöhen sammeln, die wir nun auswerten.

Kontakt:

Katja.Lenz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Media|Relations, Presseredaktion
Tel.: +49 2203 601-5401
Katja.Lenz@DLR.de

Dr. Matthias Meier
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
Matthias.Meier@DLR.de

Lilli Cremer-Altgeld

Lilli Cremer-Altgeld
Lilli Cremer-Altgeld ist gelernte Print-, Radio- und Fernseh-Journalistin. Im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat sie über internationale Wirtschaftspolitik geschrieben. Als Universitätskuratorin leitete sie den Arbeitskreis Presse an der Privaten Universität Witten/Herdecke. Sie hat an der Fortbildungsakademie der Wirtschaft in Köln, Leipzig und Dresden Kommunikation unterrichtet und wurde aufgenommen als Mitglied im Rednerlexikon für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ihre Seminare und Vorträge führten sie durch Deutschland, Europa, in die USA, in die Karibik und nach Afrika. Von der Stadt Köln ist Cremer-Altgeld für Ihre Arbeiten mit dem Museumsportrait 'Kölner Persönlichkeiten' ausgezeichnet worden ebenso wie mit der gleichnamigen Veröffentlichung von Professor Alphons Silbermann und Peter H. Fürst. Auswahlkriterien waren: Wer »hervorragend geeignet erschien, sein Köln in all seiner Lebendigkeit und Farbigkeit, seiner menschlichen Wärme und hohen Intellektualität zu vertreten.« Cremer-Altgeld ist Bloggerin. Sie interviewt Menschen aus allen sozialen Milieus: unbekannte, unerkannte, bekannte, berühmte und weltberühmte Persönlichkeiten. Sie schreibt und arbeitet als Beraterin für Wirtschaftsunternehmen, Institutionen und Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur lillicremeraltgeld@t-online.de

Culture & Nature

Culture & Nature
Tribüne für Menschen aus Culture & Nature. Interviewt von Journalistin Lilli Cremer-Altgeld. Ehemals Chefredakteurin PR beim Uni-Radio Bonn, Journalistin beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Kuratorin der Uni Witten. 2 Mio. Menschen haben Cremer-Altgelds Blog-Seiten besucht. Diese BÜHNE wird moderiert von Cremer-Altgeld & Frank H. Gebbensleben, Rechtsanwalt i.R. & Vorsitzender Richter des Sportgerichts TVM. Mailen Sie: lillicremeraltgeld@t-online.de

IN THE PINK OF HEALTH

IN THE PINK OF HEALTH
By Lilli Cremer-Altgeld & Team. Themenfeld GESUNDHEIT im Sinne der WHO: „Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Redaktion Cremer-Altgeld, ehemals Chefredakteurin PR beim Uni-Radio Bonn, Journalistin beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Kuratorin der Uni Witten. 2 Mio. Menschen haben Cremer-Altgelds Blog-Seiten besucht. https://t1p.de/p712

An meine liebe Familie, an meine lieben Freundinnen und Freunde! Ihr 💗🌷🌼 Lieben!

An meine liebe Familie, an meine lieben Freundinnen und Freunde! Ihr 💗🌷🌼 Lieben!
Kürzlich fiel mir das 💌 GÄSTEBUCH meiner Eltern in die Hände. Ich kannte es von früher. Als ich ein Kind war. Ich kannte es. Ich schaute es mir erneut an und war erstaunt, wie fröhlich, bunt und lebendig es ist. Menschen aus aller Welt haben sich darin verewigt: Die US-Amerikaner, die so fröhlich gefeiert haben, das französische Ehepaar, das sowohl an der Côte d’Azur wie in Köln lebt mit ihrem Collie – wie hieß er noch?, Mrs. Mc Innes aus New Zealand, die vortrefflich zu Karneval als QUEEN VICTORIA gekleidet kam, die reizenden Menschen aus Asien, die in einer Schrift geschrieben haben, die ich nicht einmal ansatzweise lesen kann. Sie haben dafür so wunderschön gezeichnet. Lebendig! Echt! Die Lateiner mit ihrem Weltgeist. Und ganz einfach und schlicht: Der beliebte Volksschauspieler mit Familie und seinen Theater-Leuten, die sich ausgesprochen wohl fühlten. Die Sängerin, die dafür bekannt war, dass sie keine Schokolade mag. Der Volksschauspieler aus Bayern – war stets Stammgast, wenn er in Köln Auftritte hatte. Viele Stars mit Autogramm. Und die „berühmten“ Rechtsanwälte, die aus dem politischen Brüssel eingeflogen kamen. Es hieß, dass sie immer mit einem Heli reisten – aber: Wo war denn hier ein Landeplatz? Ach ja: Und nicht zu vergessen: der Fußballweltmeister mit seinen Sportsfreunden. Heute denke ich etwas anders über dieses Gästebuch nach, das stets so prall, bunt und leuchtend für mich erschien. Heute denke ich: Wenn meine Eltern so viele spannende Menschen angezogen haben – muss auch in ihnen ein Kern gewesen sein, der diese „Anziehung“ ausgelöst hat. Gewiss, das Essen war stets köstlich bei uns: Wir hatten einen Koch aus dem berühmten Kölner Excelsior Hotel Ernst, einen Starkoch aus Zagreb und einen genialen Koch aus der Schweiz, der dort die beste Hotelfachschule absolviert hatte – er war so „edel“, dass er zum Bewerbungsgespräch bei meinen Eltern im Frack erschien. Im Frack von YSL. Gewiss, auch das Ambiente war stilvoll, liebevoll gepflegt und signalisierte sanft und leise: „Egal wer du bist – du bist herzlich willkommen.“ Ich sehe noch heute, wie meine 💗🌷🌼🌻 🌞 Großmutter 💗🌷🌼🌻 🌞 die vielen Pflanzen mit Wissen und Liebe hingebungsvoll selbst und hochpersönlich pflegte. Ich weiß noch, wie stolz wir waren, nicht irgendeinen gelernten Kellner, sondern einen ausgezeichneten „Serviermeister“ als Mitarbeiter zu haben. Und unser ORIGINAL, Poldi aus Wien, Sohn eines Hoteliers, der die Welt sehen wollte und dann bei uns hängen geblieben ist. Alle liebten ihn. Aber: War es das schon? Waren dass die Geschäftsgeheimnisse? Ich sehe noch wie heute: Dass mein Vater an manchen besonderen Tagen bereits gegen 12:00 die Tür zum Lokal schließen musste, weil alle Tische und auch die Bar-Theke so besetzt war, das keine weiteren Gäste mehr aufgenommen werden konnte. Dabei hatten wir erst ab 11:00 geöffnet. Waren dass die Geschäftsgeheimnisse? Oder steckte noch etwas anderes hinter diesem Erfolg? Ich analysierte die Texte im Gästebuch und dann wurde mir bewusst: Es war die Heiterkeit, Freigiebigkeit und Leichtigkeit meiner Eltern, die diese Menschen alle angezogen hat. Ich kannte und kenne keine Menschen, die ähnlich hilfsbereit, großherzig und großzügig sind. Vater und Mutter. Auf ihre Weise strahlten beide immer. Sie strahlten Herzlichkeit, Liebe und gute Laune aus. Meine Eltern erinnerten mich heute an die Zeit des legendären „Karlchen“ Rosenzweig im Presseclub in Bonn, in der Nähe der Bundespressekonferenz und all den Redaktionen der bekannten Medien – Fernsehen, Radio, Printmedien. Hier trafen sich die Politiker:innen, die Journalist:innen und Medienleute aus aller Welt. Wer Glück hatte, wurde von dem gastlichen Wirt gezeichnet und bekam das Bild mit Autogramm als Geschenk. Als Karlchen auch mich einmal mit einem solchen Gemälde bedacht hatte, konnte ich mein Glück kaum fassen. Er hat ein Herz aus Gold – dachte ich zu jener Zeit. Heute denke ich: Karlchen hatte sein Herz am rechten Fleck. Wie meine Eltern. Ich musste jetzt an Aristoteles denken, der die „Freigiebigkeit“ pries als die rechte Mitte zwischen den Extremen „Verschwendung und Geiz“. Letzterer (Geiz) mache einsam, Freigiebigkeit hingegen heiter und glücklich. Heiter und glücklich? Welch viel versprechende Inspiration! Weiter: Bitte, klicken Sie auf das Foto. Danke.

Hochbegabt?







Was tun bei Depression?

Liebe Hochbegabte!

Jetzt ist die Krankheit in aller Munde: Depression.

Wie wir wissen, hatte nicht nur Robert Enke damit zu kämpfen, auch Sebastian Deisler und Sven Hannawald waren davon betroffen. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Experten sprechen bereits von einer «Volkskrankheit».

Was wissen wir von der Depression?

o Wie kann man sie erkennen?
o Was sind die Symptome?
o Bei welchen Menschen tritt die Depression auf?
o Sind Hochbegabte besonders betroffen?
o Können Kinder und Jugendliche depressiv sein?

Antworten gibt z. B. das „Kompetenznetz Depression, Suizidalität“ http://www.kompetenznetz-depression.de/
Dies ist ein „bundesweites Netzwerk zur Optimierung von Forschung und Versorgung im Bereich depressiver Erkrankungen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)“.

Das Netzwerk schreibt u. a. über

o Krankheitsbild und Formen der Depression
o Symptome der Depression
o Verändertes Erleben
o Verändertes Verhalten
o Körperliche Beschwerden

und bietet umfangreiche Hintergrundinformationen, Links und Tipps.


Hier geht es zum Selbsttest:


http://www.kompetenznetz-depression.de/
Unter „Für Betroffene“

Weitere Hilfe gibt es hier:

http://www.forumseele.de/

http://www.deutschedepressionshilfe.de/

http://www.psychotherapiesuche.de/

Ergänzend habe ich nachstehend Bücher zum Thema „Depression – Kinder und Jugendliche“ sowie „Depression – Erwachsene“ für Menschen, die sich mit der Depression auseinandersetzen, zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!


Herzlichst
Lilli Cremer-Altgeld