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Samstag, 3. Mai 2008

Leserbrief von Dr. Sylvia Zinser

Liebe Frau Cremer-Altgeld,

ich bin gerade auf Ihren Blog gestossen - erstmal positiv, dass das Thema Hoechstbegabung nicht "verpoent" ist. - das ist eine klassische
vernachlaessigte Untergruppe der Hochbegabten - man macht ja schon Zugestaendnisse an Hochbegabung, was wollen die (hoechstbegabten) denn noch mehr...

OK, zum Thema Migranten: Das ist hier in den USA ein sehr grosses Problem, allerdings gibt es Lehrer-Checklisten, in denen nicht nur die
akademischen Faehigkeiten abgefragt werden, sondern auch Dinge wie Kreativitaet, In-Frage-Stellen, Fokus usw. Mit diesen Checklisten, die recht umfangreich sind, ist es ein wenig einfacher, diese Kinder zu erkennen. Nicht dass diese nicht trotzdem, genau wie die Hoechstbegabten - zu den "underserved gifted", also den vernachlaessigten Begabten gehoeren.

Die dritte Gruppe, die mir persoenlich sehr am Herzen liegt, sind die Hochbegabten, die irgendwo anders ein klares Lerndefizit haben. Also z.B. Legastheniker sind, oder unzureichende Feinmotorik haben, solche, die Wahrnehmungsstoerungen oder ADS haben oder autistisch sind. Die Balance zu finden zwischen dem Defizit und der Begabung ist sehr schwer, zumal fuer diese Menschen jeder Tag, an dem sie ihr Defizit erfolgreich kompensieren "Glueck" ist, jeder Tag, an dem das nicht klappt aber "normal" ist - das Gefuehl, dumm zu sein kommt da ganz automatisch. Ansonsten -

Viel Spass beim Weiterbloggen :)

Sylvia Zinser
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PS Liebe Hochbegabte und Höchstbegabte,

hier drucke ich von Zeit zu Zeit einen Leserbrief ab. Bevor der Leser- oder Leserinnenbrief hier abgedruckt wird, erfrage ich in jedem Fall, ob Sie damit einverstanden sind. Erst dann erscheint hier der Brief oder die mail,

herzlichst
Lilli Cremer-Altgeld

Freitag, 29. Februar 2008

Herzlich willkommen!

Wenn von Hochbegabung und Höchstbegabung gesprochen wird, sind oft die intellektuellen Fähigkeiten gemeint. Aber Hochbegabung ist viel mehr. Dazu zählen z.B. auch soziale Kompetenz, psychomotorisch-praktische Fähigkeiten (z.B. Tennis spielen, Formel 1), musische Fähigkeiten, bildnerisch-darstellende Begabungen (z.B. malen, fotografieren).

Manche Hochbegabte und Höchstbegabte sind in einigen Fächern/Bereichen manchmal weniger begabt und zweifeln dann insgesamt an ihrem Können. Manche dieser Menschen haben eine sehr lange Pubertätsphase und fragen sich: werde ich überhaupt nicht erwachsen? (Was in mancher Hinsicht auch ein Vorteil sein kann.)

Ein auffallendes Problem ist der Selbstzweifel – und auch der Zweifel von anderen – vor dem Hintergrund des tiefen inneren „Wissens“ oder der Intuition: Ich weiss, dass ich etwas ganz Besonderes kann bzw. : Ich weiss, dass ich etwas ganz besonders (gut) kann. Oft fehlt dann die Einsicht oder auch der Mut zum nächsten Schritt – zur nächsten Frage: aber was? Oder auch: wer kann mir dabei helfen?

Dieser Blog ist vor allem gedacht für jene Hochbegabte und Höchstbegabte, die dabei sind, ihre Talente und Begabungen zu erkennen und zu leben. Die auf dem Weg sind vom „Drama zur Erfolgsstory“. Und die sich vorgenommen haben, das zu verwirklichen, wovon sie immer geträumt haben. Wenn Sie Fragen – oder Anregungen haben – senden Sie mir eine mail: LilliCremerAltgeld@t-online.de.

Herzlichst Lilli Cremer-Altgeld

Hochbegabt?

Was tun bei Depression?

Liebe Hochbegabte!

Jetzt ist die Krankheit in aller Munde: Depression.

Wie wir wissen, hatte nicht nur Robert Enke damit zu kämpfen, auch Sebastian Deisler und Sven Hannawald waren davon betroffen. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Experten sprechen bereits von einer «Volkskrankheit».

Was wissen wir von der Depression?

o Wie kann man sie erkennen?
o Was sind die Symptome?
o Bei welchen Menschen tritt die Depression auf?
o Sind Hochbegabte besonders betroffen?
o Können Kinder und Jugendliche depressiv sein?

Antworten gibt z. B. das „Kompetenznetz Depression, Suizidalität“ http://www.kompetenznetz-depression.de/
Dies ist ein „bundesweites Netzwerk zur Optimierung von Forschung und Versorgung im Bereich depressiver Erkrankungen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)“.

Das Netzwerk schreibt u. a. über

o Krankheitsbild und Formen der Depression
o Symptome der Depression
o Verändertes Erleben
o Verändertes Verhalten
o Körperliche Beschwerden

und bietet umfangreiche Hintergrundinformationen, Links und Tipps.


Hier geht es zum Selbsttest:


http://www.kompetenznetz-depression.de/
Unter „Für Betroffene“

Weitere Hilfe gibt es hier:

http://www.forumseele.de/

http://www.deutschedepressionshilfe.de/

http://www.psychotherapiesuche.de/

Ergänzend habe ich nachstehend Bücher zum Thema „Depression – Kinder und Jugendliche“ sowie „Depression – Erwachsene“ für Menschen, die sich mit der Depression auseinandersetzen, zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!


Herzlichst
Lilli Cremer-Altgeld